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Hersteller-Übersicht

Bridgestone

Die „Bridgestone Corporation“ ist der weltweite Marktführer für die Herstellung von Reifen für verschiedenste Fahrzeugklassen. Vor allem im High-Performance- und Rennsportbereich, beispielsweise in der Formel 1, feierte die Marke größte Erfolge. Seit der Gründung durch den Geschäftsmann und Visionär Ishibashi Shōjirō im Jahre 1931 expandierte das japanische Unternehmen mit Sitz in Tokio stetig. An den fast 50 Produktionsstandorten – verteilt über den gesamten Globus – sind heute mehr als 137.000 Mitarbeiter beschäftigt. Neben der Branche als Reifenhersteller gehören auch noch die Automobilzulieferung und Motorradherstellung zum Portfolio des Weltkonzerns.

Continental

Die Continental AG wurde 1871 unter dem Namen „Continental-Caoutchouc- & Gutta-Percha Compagnie“ in Hannover gegründet. Mit der Entwicklung des ersten Profilreifens für Automobile erreichte der Konzern im Jahre 1904 große Bekanntheit. Derzeit befindet sich Continental mit rund 150.000 Mitarbeitern und Produktionsstätten in 46 verschiedenen Ländern auf dem vierten Platz der größten Reifenproduzenten weltweit. Im Gegensatz zu den Anfangsjahren ist das Unternehmen kein reiner Gummi- und Reifenhersteller mehr, sondern hat sich zusätzlich mit den Sparten der Automobilmechatronik und –elektronik auf die Branche der Automobilzulieferer spezialisiert.

Dunlop

Den Grundstein für die heutige „Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH“ mit Sitz im hessischen Hanau legte der schottische Erfinder John Boyd Dunlop, als er im Jahre 1888 das Patent für den weltweit ersten luftgefüllten Gummireifen anmeldete. Nachdem 1892 in Irland das erste Dunlop-Werk gegründet wurde, konnte schon im darauffolgenden Jahr der deutsche ausländische Standort in Hanau als „The Dunlop Pneumatic and Tyre Co. GmbH“ eröffnet werden. Als reiner Reifenhersteller beschäftigt der Konzern heute ca. 4600 Mitarbeiter wobei sich die Produktpalette ausschließlich auf Auto-, Motorrad- und Rennreifen konzentriert.

Fulda

Im Jahre 1900 gründeten die Geschäftsmänner Gustav Becker und Moritz Hasenclever im hessischen Fulda das gleichnamige Unternehmen. Vorerst stellte man hauptsächlich Gummierzeugnisse für den Haushalt her. Nach dem Produktionsstart der ersten Reifen für Fahrräder und Motorfahrzeuge entwickelt sich diese Sparte nach 1907 zum Hauptgeschäftszweig der Firma. 1927 kommt es zur Fusion mit der amerikanischen „Seiberling Rubber Co.“. In Folge zahlreicher Innovationen konnte 1952 der erste Winterreifen für PKW mit besonderem Profil für den Einsatz in Schnee und Matsch angeboten werden. Nach der Übernahme in den Konzern der „Goodyear Tire & Rubber Company“ 1962 gehört das Unternehmen seit dem 1. Juli 2009 zur „Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH“.

Goodyear

Die “Goodyear Tire & Rubber Company“ wurde 1898 vom Amerikaner Frank Seiberling gegründet. Der Firmenname „Goodyear“ führt auf Charles Goodyear zurück, welcher als der Erfinder des Vulkanisierungsverfahrens gilt. Seiberling begann mit Unterstützung seines Bruders und 13 Angestellten in einer stillgelegten Fabrik mit der Produktion verschiedener Gummierzeugnisse. In Folge der rasanten Verbreitung von Motorfahrzeugen nach der Jahrhundertwende beschränkte man sich jedoch zunehmend auf die Herstellung von Autoreifen. Großen Ruhm erlangte das Unternehmen Mitte des 20. Jahrhunderts mit dem Bau von Luftschiffen, den so genannten „Blimps“. Heute steht der Goodyear-Konzern an dritter Stelle der weltgrößten Reifenfabrikanten, beschäftigt in etwa 69.000 Mitarbeiter und umfasst die bekannten Marken Debica, Dunlop, Fulda, Goodyear, Pneumant und Sava.

Hankook

Die „Hankook Tire Group“ ist der siebtgrößte Reifenhersteller weltweit und wurde 1941 als erstes Unternehmen dieser Art in Korea unter dem Namen „Chosun Tire Industrial co“ gegründet. In den fünf Fabriken in China, Korea und Ungarn und den Entwicklungszentren in Deutschland und den Vereinigten Staaten arbeiten rund 4.500 Mitarbeiter. Jährlich werden in etwa 87 Millionen Reifen produziert, welche zum größten Teil im Automobil- und Rennsportbereich eingesetzt werden. Seit 2011 ist Hankook offizieller Hersteller für die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft.

Kumho

Die „Kumho Tire Co, Ltd.“ wurde im Jahre 1960 als „Samyang Tires Industrial Company“ im südkoreanischen Seoul gegründet und ist damit der jüngste Konzern in der Branche der Reifenhersteller. Das Unternehmen umfasst eine breite Produktpalette für nahezu alle Fahrzeugklassen. Besonders das Know-How auf dem Gebiet von Runflat-Reifen macht Kumho zu einem der weltweit führenden Fabrikanten. Mit Hilfe von Erkenntnissen der firmeneigenen Forschungslabore in China, Korea, Europa und den USA werden in den beiden Produktionsstätten unter Einsatz von über 11.000 Mitarbeitern jedes Jahr mehr als 62 Millionen Reifen hergestellt.

Matador

Die Marke „Matador“ entstand aus den 1905 im slowenischen Bratislava gegründeten „Gummi- und Balata-Werken Matador“. Erstmals wurden im Jahre 1925 Reifen unter diesem Namen produziert. Aufgrund des steigenden Bedarfs nach der Zeit des Zweiten Weltkrieges musste ein zusätzliches Werk in der Nordslowakei errichtet werden, welches 1950 seine Arbeit aufnahm. In Folge von Umstrukturierungen musste man zusammen mit zwei weiteren Herstellern zwischenzeitlich unter dem Namen „Barum“ produzieren, bevor die Marke 1993 von der Continental AG übernommen wurde und schließlich den alten Namen „Matador“ wieder annahm. Das Unternehmen, dessen Hauptstandort sich in Puchov in der Slowakei befindet, hat sich insbesondere auf PKW- und LKW-Reifen spezialisiert.

Maxxis

Den taiwanesischen Reifenhersteller „Chen Shin“, in Deutschland vor allem unter dem Namen „Maxxis“ bekannt, gibt es bereits seit dem Jahr 1967. In der breiten Produktpalette befinden sich Reifen für die verschiedensten Anforderungen und Fahrzeugklassen. Besitzer von PKW, Motor- und Fahrrädern, Karts, Quads, Anhängern und sogar Gartengeräten gehören zu den Kunden des weltweit bekannten Unternehmens. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden beschäftigt der Konzern mehr als 22.000 Mitarbeiter. Neben dem Werk in Taiwan gibt es noch zwei Produktionsstätten in China und einen Betrieb in Thailand, welcher 2004 eingeweiht wurde.

Michelin

Als die Brüder Édouard und André Michelin im Jahre 1889 den kautschukverarbeitenden Familienbetrieb ihrer Eltern übernehmen, wissen sie mit Sicherheit noch nicht, dass mehr als 100 Jahre später der zweitgrößte Reifenhersteller der Welt daraus werden sollte. Als „Michelin & Compagnie“ im französischen Clermont-Ferrand gegründet wurde, waren vorerst nur wenige Mitarbeiter zu Verfügung. Es begann aber eine Erfolgsgeschichte, die Seinesgleichen sucht. Den Grundstein dafür legte Édouard Michelin, als er 1891 das Patent für seinen „demontierbaren Luftreifen“ anmeldete. Durch immer wieder neue Erfindungen und Innovationen konnte sich das Unternehmen im Laufe der Zeit mehr und mehr an die Spitze der Branche setzen und ständig expandieren. Heute gehören 70 Produktionsstandorte auf fünf Kontinenten, 2 eigene Kautschukplantagen und rund 111.000 Beschäftigte zum Konzern, welcher pro Jahr mehr als 150 Millionen Reifen verschiedenster Dimensionen herstellt. Allein in Deutschland arbeiten mehr als 8.500 Angestellte für das Unternehmen mit dem bekannten „Michelin-Männchen“. Ein weiterer Geschäftszweig ist seit jeher die Produktion von Straßenkarten und Reiseführern.

Nokian

Den finnischen Reifenhersteller „Nokian Renkaat Oyj“ gibt es erst seit dem Jahr 1988. Seine Geschichte reicht jedoch bis 1898 zurück, als in der westfinnischen Stadt Nokia der Grundstein für eine Gummiwarenfabrik gelegt wurde. In dieser wurden seit 1932 Reifen für Automobile hergestellt und auch der angeblich erste Winterreifen der Welt verließ zwei Jahre später das Werk. Heute ist Nokian in skandinavischen Ländern Marktführer, wenn es um Reifen für anspruchsvolles Terrain und winterliche Bedingungen geht. Auch für Forst- und Nutzfahrzeuge werden spezielle Entwicklungen angeboten. „Nokian Tyres“ beschäftigt an seinen insgesamt drei Produktionsstandorten in Finnland und Russland mehr als 3500 Mitarbeiter. Neben dem Hauptgeschäftszweig der Neureifenherstellung ist das Unternehmen auch für die Produktion von Rohmaterial zur Runderneuerung von Altreifen zuständig.

Pirelli

Der Ursprung des Weltkonzerns „Pirelli & C. SpA“ führt in das Jahr 1872 zurück, als Giovanni Battista Pirelli in Mailand seine Gummiwarenfabrik gründete. Seine wenigen Mitarbeiter stellten am Anfang vorrangig Kabel und elektrische Leitungen her. Mit der Erfindung der ersten Automobile stieg der Bedarf an Autoreifen und so begann auch der Betrieb von Pirelli mit der Produktion von Reifen für die Fahrzeugindustrie. Die beiden Unternehmenszweige wurden später voneinander getrennt. 1963 fusionierte der Pirelli-Konzern mit dem deutschen Traditionsunternehmen „Veith-Gummiwerke GmbH“, woraus später die heutige „Pirelli Deutschland GmbH“ im hessischen Breuburg entstand. An diesem Standort werden hauptsächlich PKW-Reifen im höheren Qualitäts- und Preissegment hergestellt, welche als Erstausstattung an bekannte deutsche Fahrzeughersteller geliefert werden. Der Pirelli-Konzern beschäftigt als Reifenhersteller über 30.000 Mitarbeiter an 20 Produktionsstätten und rangiert mit seinem Marktanteil im weltweiten Vergleich auf dem fünften Platz.

Pneumant

Im Jahre 1906 wurde in Berlin bei der „Deutschen Kabelwerke AG“ der Geschäftsbereich Gummireifen gegründet. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage kam es darauffolgend 1922 zur Gründung der „DEKA Pneumatik AG“ welche zum Zulieferer für die Automobilindustrie in Deutschland avancierte. Nach Verlegung der Produktionsstätten in das brandenburgische Fürstenwalde wurde 1986 in der ehemaligen DDR aus den bestehenden Werken der „VEB Reifenkombinat Fürstenwalde“ gegründet, welcher in den folgenden Jahren bis zum Fall der Mauer alleiniger Hersteller und Erstausrüster für die Fahrzeugproduktion im gesamten Osten Deutschlands war. Nicht allein Reifen sondern auch andere Produkte aus Kautschuk wurden in diesem Betrieb gefertigt, so beispielsweise Gummistiefel, Luftmatratzen oder andere Artikel des täglichen Gebrauchs. Aufgrund mehrerer Umstrukturierungen nach der Wende gehört die „Pneumant Reifen GmbH“ heute zum Goodyear-Dunlop-Konzern und stellt vorrangig Reifen im PKW-Segment her.

Semperit

Die Grundlage für die spätere Semperit-Reifenproduktion in Österreich bildet die Gründung einer Fabrik für Gummiwaren an der ungarischen Grenze in Traiskirchen. Die damalige „Miskolczy & Co. OHG“ begann 1900 mit der Produktion von Reifen für die Autoindustrie. Aufgrund der geografischen Lage des Unternehmens wurde sich schon frühzeitig mit der Entwicklung von Winterreifen beschäftigt und so kam es, dass 1936 der erste Reifen mit besonderem Profil für die schneereichen Bergregionen vorgestellt werden konnte. Er hatte den imposanten Namen „Goliath“. In Folger der Ausgliederung der Reifenproduktion aus dem Gesamtkonzern wird die „Semperit Reifen AG“ 1985 von der Marke Continental übernommen. Um die hohen Fertigungskosten zu senken wurde 2002 die komplette Reifenproduktion nach Tschechien verlegt. Zum Hauptgeschäft in der heutigen Zeit gehört die Herstellung von LKW- und PKW-Bereifung im mittleren Preissegment.

Toyo

Mit der Marke „Toyo“ bringen die meisten Kunden Breitreifen für den High-Performance-Bereich in Verbindung. Der japanische Konzern mit Sitz in Osaka stellt jedoch nicht nur Produkte dieses Segmentes her, sondern auch Reifen für LKW, Transporter, Vans, SUV‘s und Offroad-Fahrzeuge. In den letzten Jahren hat sich aber die Produktion von PKW-Sommer- und Winterreifen als Kerngeschäft entwickelt, was auch aus der Erstausrüstung verschiedener beakannter Automodelle resultiert. Das bereits 1945 von Rikimatsu Tomihisa gegründete Unternehmen agiert heute unter dem Namen „Toyo Tire & Rubber Company“ und hat rund 6800 Beschäftigte. Der Haupt-Absatzmarkt befindet sich im amerikanischen Raum. Für den europäischen Markt ist die Außenstelle „Toyo Tire Europe GmbH“ im nordrhein-westfälischen Willich zuständig.

Vredestein

Den aus den Niederlanden stammende Reifenhersteller „Apollo Vredestein Banden B.V.“ gibt es seit dem Jahr 1946. Der Betrieb mit Sitz in Enschede entstand damals aus einem niederländisch-amerikanischen Zusammenschluss der früheren Gummiwarenfabrik „Vredestein“ und dem US-Unternehmen „BF Goodrich“. In den Anfangsjahren wurde hauptsächlich für den amerikanischen Markt produziert, weil die Gummimischungen für die Straßen in Europa nicht geeignet waren und deshalb keinen Absatz fanden. Durch neue Entwicklungen konnte man sich dann vor allem in den 50er und 60 Jahren auch in Europa einen Namen machen. Nach Eingliederung in den russischen Konzern „Amtel“ im Jahre 2005 gehört die Vredestein-Gruppe heute zum indischen Konzern „Apollo“. Die insgesamt ca. 1500 Mitarbeiter sind auf die Werke Enschede (Niederlande) sowie Kirow und Woronesch (Russland) verteilt und produzieren pro Jahr rund 6 Millionen Autoreifen für den Einsatz im Sommer und Winter. Zusätzlich beinhaltet die Produktpalette Reifen für die Industrie und Landwirtschaft.